Die Zeiten, in denen Fitnessfans stundenlang in stickige Krafttrainingsbunker abtauchten, um tonnenweise Eisenscheiben und -platten zu stemmen und zu drücken, sind vorbei. Moderne ?Muckibuden“ sehen anders aus. Smarte Zirkeltrainingsmaschinen in schickem Design pr?gen das Bild und haben individuelle Trainingsroutinen grundlegend ver?ndert. Auch beim Unternehmen Steinhart hat sich vieles gewandelt, seit das Thema Fitness ma?geblich das Gesch?ft bestimmt. ?Unser Unternehmen hat einst mit Grabdeko und Kerzenhaltern begonnen“, erz?hlt Patrick Genkinger, Fertigungs- und Projektleiter bei Steinhart. Sein Gro?vater gründete vor rund siebzig Jahren in der Garage eine Firma und hat sie zum Lohnfertiger für die Blech- und Rohrbearbeitung sowie Drahtbiegetechnik geführt. Heute ist Patrick Genkinger Mitgesellschafter und auf dem Weg, in dritter Generation in die Gesch?ftsführung aufzurücken. ?Vor etwa zw?lf Jahren kamen drei Studenten mit einer Idee auf uns zu: Sie wollten Fitnessger?te für das Zirkeltraining“, erz?hlt Genkinger. Allerdings hatten die drei jungen Leute nur vage konstruktive Vorstellungen und nur ein schmales Investitionsbudget. ?Aber wir haben das gemacht!“ Kurzerhand hat Steinhart innerhalb weniger Monate sechs verschiedene Ger?te konzipiert und produziert. ?Damit gingen die Jungs damals nach K?ln zur Fitnessmesse und haben auf Anhieb 300 Ger?te verkauft.“ Seither geht es bei Steinhart im beschaulichen Hettingen ?steil bergauf“, best?tigt Patrick Genkinger.
Auch für das Münchner Unternehmen EGYM, das die drei Studenten und Ideengeber schlie?lich gründeten, war nun eine neue Zeit angebrochen. Steigende Ums?tze, der Run auf Fitnessklubs, Sportger?te für zu Hause – die Branche boomt. So ist EGYM zum weltweit t?tigen Anbieter intelligenter und technologiegestützter Work-out-L?sungen für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen avanciert – und Steinhart produziert diese computergesteuerten Kraftmaschinen. In 20 verschiedenen Ausführungen sorgen sie für ein ganzheitliches Training. ?Das sind Hightech-Trainingsger?te, die sich automatisch an den Benutzer anpassen und verschiedene Programme für unterschiedliche Ziele bieten“, wei? Manuel Beck, Leiter Fr?sabteilung und stellvertretender Projektleiter bei Steinhart. Er selbst nutzt die Maschinen und profitiert davon, dass aus der automatischen Anpassung und verschiedenen Trainingsmethoden ein effizientes und zeitsparendes Training resultiert. ?Mit steigenden Stückzahlen ist Effizienz auch bei uns in der Fertigung ein Hauptziel, das wir mit entsprechenden Produktionskomponenten erreichen. Deshalb haben wir uns für den SCHUNK-Baukasten für die automatische Maschinenbeladung entschieden“, bekr?ftigt der Leiter der Fr?sabteilung. ?Um Teile unterschiedlicher Art, Form und Gr??e spannen zu k?nnen, ben?tigen wir eine flexible und zugleich effiziente Werkstückspannung“, erl?utert Beck.
Steinhart hat sich für das moderne 5-Achs-Fr?szentrum DMU75 monoBLOCK mit einer Palettenautomation vom Typ PH Cell 300 entschieden. Hierbei ist das Nullpunktspannsystem VERO-S die Basis für den automatisierten Palettenwechsel. Diese flexible und pr?zise Schnittstelle zum Maschinentisch erm?glicht das schnelle Rüsten jeglicher Spannelemente. Bei Steinhart sind zum Beispiel SCHUNK Spannschienen KSM2 mit Backenschnellwechselsystem im Einsatz; sie erm?glichen das Spannen von Gro?teilen bis hin zur Mehrfachspannung von Kleinteilen. Au?erdem verwendet Steinhart die Universal-Kleinteilespanner KSC3 80 mit Stufengripbacken. Sie sorgen auf der Spannpyramide im Zusammenspiel mit dem Werkzeughalter TENDO Platinum mit Hydrodehnspannverl?ngerung TENDO SVL eindrucksvoll für hervorragende Bauteilzug?nglichkeit. ?Dieser Spanntechnikbaukasten ist eine sehr praxisnahe L?sung“, bekr?ftigt Manuel Beck, ?denn mit seiner Vielfalt enth?lt er alles an Standardkomponenten, die wir für unsere Aufgaben ben?tigen. Das gibt es nirgendwo sonst.“
Die Palettenautomation ist mit 24 Stellpl?tzen ausgestattet. Dieses modulare und platzsparende Automationskonzept erm?glicht das Handling unterschiedlicher Palettengr??en in einem einzigen System. Der separate Rüstplatz dient dem ergonomischen und hauptzeitparallelen Rüsten der Paletten. Anwender sch?tzen die komfortable und einfache Steuerung der Automation direkt über das Maschinenbedienpult. ?Dies ist für uns die ideale L?sung für das Palettenhandling bei kleinen Losgr??en oder in der Einzelteilefertigung“, best?tigt Manuel Beck. Für eine effiziente Teilebearbeitung kommen bei Steinhart auch 5-Achs-Spanner vom Typ KSX-C2 mit einstellbarem Spannzentrum und Backenschnellwechselsystem zum Einsatz. ?Hochgesch?tzt bei uns ist auch die Magnetspanntechnik“, versichert der Fr?sexperte. ?Die MAGNOS Magnetspannplatte MFRS ist für uns ein Highlight, weil sie nur einen kurzen elektrischen Impuls für die Magnetisierung beziehungsweise Demagnetisierung ben?tigt. Es ist keine Dauerbestromung notwendig, was eine bestm?gliche Energieeffizienz bedeutet“, so Beck.
?Vom ersten Tag an lief diese Palettenautomation problemlos“, fasst Patrick Genkinger die Arbeit mit dem Spanntechnikbaukasten zusammen. ?Gleich auf der ersten Maschine haben wir das VERO-S verbaut und seither keine Probleme mit den SCHUNK-Produkten, weil sie sehr zuverl?ssig sind“, versichert Genkinger. Die Optimierung der Maschinenlaufzeit und Minimierung der Rüstzeiten haben den Fertigungsleiter überzeugt. ?Wir produzieren wirtschaftlich und qualitativ auf einem hohen Niveau, was bei den hochpreisigen und anspruchsvollen Endprodukten wichtige Aspekte sind“, so Genkinger. Er hebt neben den innovativen Produkten von SCHUNK bei den Automatisierungsl?sungen auch die kompetente und partnerschaftliche Beratung hervor. Nicht zuletzt nennt er die Regionalit?t und r?umliche N?he zum SCHUNK-Werk als Pluspunkt bei der Zusammenarbeit. ?Unsere Fertigung ist mit dieser Spanntechnik absolut fit und bringt H?chstleistung“, versichert der künftige Gesch?ftsführer. ?Mit diesem Baukasten sind wir gewachsen und werden auch in Zukunft weiterwachsen.“