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            Fachberichte Dezember 2025

            Dos and Don’ts bei der Automatisierung

            Die folgenden Ratschl?ge k?nnen den Einstieg in Automatisierungsprojekte erleichtern.

            SCHUNK CPB EGU Anwendungsbild GROW Marking Wenn Sie sich bei der Automatisierung auf den wertsch?pfenden Kernprozess, wie z. B. die Laserbearbeitung, konzentrieren, sinkt die Gefahr, sich unn?tig zu verzetteln.

            Automatisierung ist zur strategischen Notwendigkeit für viele produzierende Unternehmen geworden. Der Druck kommt von mehreren Seiten: Der anhaltende Fachkr?ftemangel sorgt dafür, dass immer weniger qualifiziertes Personal für repetitive oder k?rperlich belastende T?tigkeiten zur Verfügung steht. Gleichzeitig steigen die Lohnkosten kontinuierlich, w?hrend Unternehmen im internationalen Wettbewerb mit deutlich günstigeren Produktionsstandorten konkurrieren müssen. Wettbewerbsf?higkeit erfordert heute h?ufig mehr Effizienz, Flexibilit?t und Produktivit?t.

            Hinzu kommt der demografische Wandel: Viele langj?hrige Mitarbeitende verlassen in den kommenden Jahren altersbedingt ihre Unternehmen – mit ihnen verschwindet wertvolles Erfahrungswissen. Automatisierung kann hier nicht nur entlasten, sondern auch helfen, Prozesse nachhaltig und stabil aufzustellen. Sie bietet die Chance, monotone T?tigkeiten zu reduzieren, ergonomisch belastende Aufgaben zu ersetzen und Qualit?t sowie Ausbringung dauerhaft zu sichern.

            Obwohl vieles für die Automatisierung spricht, z?gern manche Unternehmen mit dem Einstieg. Die Sorge: zu komplex, zu teuer oder ?nicht machbar“. Dabei zeigt die Praxis: Mit den richtigen Schritten, einer klaren Zielsetzung und offenem Blick l?sst sich Automatisierung leichter umsetzen, als viele denken.

            Die folgenden Dos and Don‘ts bieten konkrete Orientierung, worauf es beim Einstieg in die Automatisierung wirklich ankommt – fundiert, praxisnah und umsetzbar.

            Dos: Was Ihnen bei der Automatisierung hilft

            1. Ein klares Zielbild definieren – kurzfristig und langfristig

            GROW Marking SCHUNK bietet standardisierte Automationszellen für besonders nachgefragte Prozessschritte mit hoher Wertsch?pfung an, wie z. B. das Lasermarkieren.

            Bevor Sie mit der Automatisierung starten, lohnt sich ein Blick in die nahe Zukunft Ihrer Produktion. Wollen Sie nur einzelne, besonders aufwendige Prozesse automatisieren oder streben Sie langfristig eine Komplettl?sung an? Diese Entscheidung beeinflusst nicht nur die Komplexit?t und die Kosten des Vorhabens, sondern auch die technische Ausgestaltung. Wer zu früh zu stark automatisiert, ohne m?gliche sp?tere Produkterweiterungen mitzudenken, l?uft Gefahr, bereits get?tigte Investitionen sp?ter wieder überarbeiten zu müssen. Ebenso wichtig ist die klare Kommunikation dieses Zielbildes an externe Partner: Nur wenn ein Dienstleister wei?, wohin die Reise gehen soll, kann er passende und bei Bedarf ausbauf?hige L?sungen entwickeln.

            2. Prozesse rational analysieren – vor- und nachgelagerte Schritte mitdenken

            Die Automatisierung eines Prozesses sollte nie isoliert betrachtet werden. Vielmehr gilt es, auch vor- und nachgelagerte Prozessschritte zu berücksichtigen. Wie werden Bauteile zur Maschine gebracht? Was passiert nach dem eigentlichen Arbeitsgang – etwa beim Montieren oder Verpacken? Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn Bauteile in Trays mit speziellen Formaten angeliefert werden, sollte die Automatisierung diese Gegebenheiten übernehmen k?nnen – idealerweise ohne manuelle Zwischenschritte. Eine frühe Gesamtbetrachtung hilft, sp?tere Mehraufw?nde zu vermeiden.

            GROW Sorting Automatisierung kann sehr einfach sein – doch stets besteht die Gefahr, m?gliche Komplikationen zu übersehen, wie z. B. beim Sortieren. Durch den Austausch mit dem Expertenteam von SCHUNK sind Sie auf der sichereren Seite.

            3. Mitarbeitende von Anfang an einbeziehen

            Oft wird über die K?pfe der Mitarbeitenden hinweg entschieden, wenn neue Automatisierungsl?sungen geplant werden. Dabei schlummert gerade hier wertvolles Wissen: Wer t?glich am Arbeitsplatz steht, kennt die kleinen Besonderheiten und Abl?ufe genau. Werden diese Mitarbeitenden ernsthaft einbezogen, fühlen sie sich nicht nur wertgesch?tzt – sie tragen aktiv zur Qualit?t der L?sung bei. Gleichzeitig k?nnen Sorgen vor dem Arbeitsplatzverlust entsch?rft werden, wenn klar wird, dass das Ziel ist, die Mitarbeitenden von monotonen oder k?rperlich belastenden T?tigkeiten zu befreien und sie anschlie?end angenehmere und spannendere Aufgaben übernehmen.

            4. Nicht nur auf finanzielle Kennzahlen achten

            Natürlich spielen Kosten eine wichtige Rolle. Doch bei der Bewertung von Automatisierungsvorhaben sollten auch weiche Faktoren wie Ergonomie, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Wiederholte, monotone oder k?rperlich belastende T?tigkeiten lassen sich durch Automatisierung entsch?rfen – und werden damit auch für potenzielle neue Mitarbeitende interessant. Zudem liefert ein automatisierter Prozess konstante Teilequalit?t und minimiert den Ausschuss deutlich. Denn, wenn unterschiedliche Mitarbeitende Teile entgraten, werden sich auch die Ergebnisse unterscheiden. Ein Beispiel: Nicht selten decken in der Praxis manuelle Stichproben-Prüfungen Ausschuss oder Nachbearbeitungsbedarf erst sp?t auf, wenn schon viele Fehlteile angefallen sind. Eine automatisierte 100%-Prüfung per Kamera beugt dem vor, indem sie Bearbeitungsprobleme schon beim ersten Fehlteil erkennt und meldet. Auch der Energie- und Ressourceneinsatz – beispielsweise bei Druckluftanwendungen – l?sst sich durch pr?zisere Maschinen im Vergleich zum h?ndischen Gebrauch deutlich senken. Automatisierung ist darum oft der Weg hin zu einer gesünderen Fabrik: nachhaltiger, ressourcenschonend und ergonomischer.

            5. Externen Expertenrat einholen

            Peoplebilder Applikationsstrategie Sich Expertenrat von au?en zu holen, ist immer eine gute Idee. SCHUNK bietet hierfür den Automations-Check an.

            Nicht alles muss intern gel?st werden. Insbesondere bei Themen wie Sicherheitsbetrachtungen oder ganzheitlichen Prozessbewertungen ist es sinnvoll, auf externe Expertise zurückzugreifen. Der ?Automations-Check“ von SCHUNK bietet beispielsweise einen fundierten Blick von au?en und ?ffnet neue Perspektiven. Wichtig dabei ist: Experten bringen nicht nur Fachwissen mit, sondern auch Erfahrung aus vielen vergleichbaren Projekten. So vermeiden Sie typische Fehler und gelangen zu passenden, bew?hrten L?sungen.

            6. Eine feste Ansprechperson benennen

            SCHUNK Applikationsworkshop Applikationsstrategie In den Applikationsworkshops von SCHUNK werden die Grundlagen der Automatisierung vermittelt und anhand von Praxisbeispielen Vorgehensweisen für individuelle Anwendungen erarbeitet.

            Gerade in kleineren oder mittelst?ndischen Unternehmen l?uft das Thema Automatisierung bei der Gesch?ftsleitung oder Fertigungsleitung h?ufig ?nebenher“. Doch ohne klar benannte Verantwortlichkeiten fehlt es oft an Tiefe – sowohl beim Know-how als auch der zeitlichen Verfügbarkeit. Ideal ist eine feste Ansprechperson im Unternehmen, die als Schnittstelle zwischen Technik, Dienstleistern und internen Abteilungen fungiert. Fehlt eine solche Rolle, kann sie durch gezielte Weiterbildung geschaffen werden – beispielsweise über einen Applikationsworkshop bei SCHUNK, in dem Grundlagen der Automatisierung vermittelt und der Blick für Potenziale gesch?rft werden.

            Don’ts: Was Sie bei der Automatisierung besser vermeiden

            1. Nicht zu viel auf einmal wollen

            Die Versuchung ist gro?, gleich mehrere Prozesse gleichzeitig zu automatisieren. Doch genau das kann schnell zu überforderung, Budgetüberschreitungen oder sogar technischen Komplikationen führen. Erfolgreiche Projekte starten in der Regel fokussiert – mit einem klar definierten Kernprozess. Von dort aus k?nnen sie Schritt für Schritt erweitert werden.

            2. Nicht jeden Prozess automatisieren wollen

            Es ist sinnvoll abzuw?gen, welche Prozesse sich wirtschaftlich und technisch eignen. Manche Prozesse sind manuell effizienter – sei es, weil sie selten anfallen, zu komplex sind oder weil der Mensch sie besser und günstiger ausführen kann. In der Praxis k?nnen auch so simple Arbeitsschritte wie der Auftrag von Klebepunkten besser manuell bleiben – zum Beispiel dann, wenn die Stelle für eine maschinelle L?sung nur schwer erreichbar ist. Die richtige Balance zu finden, ist hier entscheidend.

            3. Nicht an der ursprünglichen Idee festhalten, wenn sie nicht funktioniert

            Peoplebilder Applikationsstrategie Der Automations-Check hilft dabei, den Einstieg in die Automatisierung gezielt vorzubereiten und Prozesse nachhaltig zu gestalten.

            Manchmal zeigt sich im Rahmen eines Automations-Checks von SCHUNK etwa, dass ein ursprünglich geplanter Automatisierungsschritt keinen Sinn ergibt. Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Prozesses. Wichtig ist, nicht starr an einer einmal gefassten Idee festzuhalten, sondern offen für alternative L?sungen zu bleiben – auch wenn das bedeutet, einen Prozess doch manuell zu belassen.

            4. Die Komplexit?t der Rahmenbedingungen nicht untersch?tzen

            Automatisierung kann komplexer sein als zun?chst angenommen. Faktoren wie Teilevielfalt, Losgr??en, Taktzeiten, Autonomiegrad oder Umgebungsbedingungen haben erheblichen Einfluss auf die Machbarkeit und die Kosten. Ein scheinbar simpler Handgriff – wie das Greifen aus einer Schüttgutkiste – kann automatisierungstechnisch eine gro?e Herausforderung sein. Auch sehr kurze Taktzeiten von unter 10 Sekunden sind technisch zwar m?glich, aber mit hohen Kosten verbunden. All diese Aspekte sollten im Vorfeld durchdacht und gegebenenfalls mit Unterstützung eines Experten analysiert werden. Rauere Umgebungsbedingungen stellen im Vergleich zu sauberen Einsatzbereichen andere Anforderungen an Maschinen und erfordern daher angepasste L?sungen. Es macht einen Unterschied, ob die Maschine 24/7 – also auch selbstst?ndig in der Nacht – durcharbeiten soll oder ob immer ein erfahrener Bediener in der N?he ist. Für eine solche Rundumbetrachtung bietet sich ein Automations-Check von SCHUNK an, bei dem die Experten gezielt nach den Rahmenbedingungen fragen und sie von Anfang an miteinbeziehen.

            Fazit:

            Automatisierung ist ein entscheidender Hebel, um auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren – vom Fachkr?ftemangel über steigende Kosten bis hin zum demografischen Wandel. Wer strategisch vorgeht, realistische Ziele setzt und die eigenen Mitarbeitenden ebenso einbezieht wie externe Expertise, schafft die Basis für zukunftssichere Prozesse. Mit klarem Blick und pragmatischem Vorgehen wird der Einstieg in die Automatisierung zur echten Chance. Mehr erfahren

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