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            Success Stories Dezember 2025

            Automatisierung der End-of-Line-Prozesse für stabile Serienproduktion

            Hohe Qualit?tsstandards, kurze Taktzeiten, maximale Prozesssicherheit – die Anforderungen der Automobilbranche lassen keinen Spielraum für Kompromisse.
            Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat sich der EMS-Dienstleister SVI Austria gemeinsam mit SCHUNK Electronic Solutions und weiteren Partnern für eine voll automatisierte Gesamtl?sung entschieden. Das Ergebnis: eine zukunftssichere Fertigungsl?sung, die Effizienz und Qualit?t vereint.

            SCHUNK Zweifachgreifer greift Leiterplatten Ein SCHUNK Zweifachgreifer greift die Leiterplatten aus der Zwischenstation und legt sie in den Prüfnestern ab.

            Am ?sterreichischen Standort von SVI, einem weltweit agierenden EMS-Dienstleister, arbeiten 350 Mitarbeitende auf einer Produktionsfl?che von 5.300 Quadratmetern daran, die Zukunft der Automotive-Elektronikproduktion aktiv mitzugestalten. Mit dem Ziel, seine Kompetenzen und Spezialisierung in diesem Bereich weiter auszubauen, m?chte SVI Austria als starker Partner für seine Kunden neue Ma?st?be setzen.

            SCHUNK und SVI Austria Peter Lazarus, Maschinenbediener bei SVI Austria (li.), Stefan Lorenz, Area-Sales-Manager (DE/AT) bei SCHUNK Electronic Solutions (Mitte), Walfred Krienzer, Manager Manufacturing & Test Equipment bei SVI Austria

            Die Herausforderung: Pr?zision, Effizienz und Zuverl?ssigkeit

            Vor der Zusammenarbeit mit SCHUNK Electronic Solutions arbeitete SVI Austria am Ende der Linie mit Stand-Alone-L?sungen und Handarbeit. Doch die Anforderungen an die Prozesse wuchsen – sowohl in Bezug auf Stückzahlen als auch auf Qualit?t und Prozesssicherheit. Die bestehende Struktur stie? an ihre Grenzen. Eine automatisierte, durchg?ngige L?sung wurde notwendig. ?Wir wollten eine L?sung, die unsere wachsenden Stückzahlen bew?ltigen kann und gleichzeitig die Qualit?t unserer Produkte sichert“, erkl?rt Walfred Krienzer, Projektverantwortlicher bei SVI Austria. ?Wichtig war uns vor allem, manuelle Eingriffe zu minimieren und flexibel zu bleiben.“

            Die L?sung: Ein innovatives Gesamtlinienkonzept

            4-fach-Magazinloader Nutzentrenner ILR-2800 Der 4-fach-Magazinloader kann bis zu 23 Nutzen pro Stack aufnehmen und transportiert diese in den Nutzentrenner ILR-2800.

            SCHUNK Electronic Solutions entwickelte mit starken Partnern wie der Achat5 Engineering GmbH - Experte für Boardhandling-L?sungen, der Firma Schnaidt GmbH – Spezialist für Betriebsmittel in der Elektronikfertigung – und der Dr. Eschke Elektronik GmbH als ausgewiesenem Experten für Testsysteme eine hochautomatisierte Produktionslinie, die alle Prozessschritte abdeckt.

            Der Prozess startet mit einem 4-fach-Magazinloader, der bis zu 23 Stacks mit Nutzen aufnehmen kann. Diese Nutzen werden anschlie?end über ein intelligentes Board-Handling-System schrittweise in den ILR-2800 überführt – synchron zur Bearbeitungstaktung. In diesem Kontext haben SCHUNK und Achat5 ihre Partnerschaft weiter intensiviert: Künftig wird SCHUNK die Boardhandling-Systeme von Achat5 als Bestandteil des eigenen Portfolios anbieten – für noch mehr Integration aus einer Hand.

            Der ILR-2800 ist das Herzstück der Linie und überzeugt durch h?chste Pr?zision bei maximaler Geschwindigkeit. Zwei eigens entwickelte SCHUNK Linearachsen, die sich über die gesamte Maschine erstrecken, erm?glichen eine besonders effiziente Taktung. Auf diesen Achsen befinden sich vier Positionen für die Werkstücktr?ger-Shuttles, die perfekt abgestimmt mit einer zeitlichen Versetzung arbeiten. Dies sorgt für eine kontinuierliche Bearbeitung ohne nennenswerte Wartezeiten und maximiert die Produktivit?t.

            Sowohl die Werkstücktr?ger, die in Kooperation mit der Firma Schnaidt entwickelt und gefertigt wurden, als auch die gesamte Deckelstation sind mit dem SCHUNK Nullpunktspannsystem VERO-S ausgestattet - für eine sichere Fixierung und schnelle, pr?zise Umrüstung. Ein entscheidender Vorteil für die Prozesssicherheit.

            Deckelstation Nullpunktspannsystem VERO-S Die Deckelstation ist mit dem Nullpunktspannsystem VERO-S ausgestattet und sorgt für h?chste Trennqualit?t.

            Der Prozessablauf im Detail:

            • Position 1 Beladung: Ein SCHUNK Greifer platziert den Nutzen pr?zise auf dem produktspezifischen Werkstücktr?ger.
            • Position 2 Deckelstation: Die Leiterplatte wird mit einem Deckel ausgestattet, der durch das VERO-S Nullpunktspannsystem sicher fixiert bleibt. Dies gew?hrleistet Stabilit?t w?hrend des gesamten Trennprozesses.
            • Position 3 Fr?sprozess: Der Fr?sprozess l?uft hochautomatisiert und effizient ab: Ein 6-fach-Werkzeugwechsler erm?glicht eine Woche Betrieb ohne manuelle Eingriffe. Funktionen wie Niederhalter, Werkzeugbruch- und Durchmesserkontrolle sowie Fr?sbürstenüberwachung sichern gleichbleibend pr?zise Ergebnisse. Unterschiedliche Fr?stiefen reduzieren den Verschlei?, der Dust-Reduce-Booster sorgt für eine nahezu staubfreie Trennung. Nach dem Fr?sen wird der Werkstücktr?ger automatisch zur Deckelstation zurückgeführt.
            • Position 4: Die getrennten Leiterplatten werden von einem SCHUNK Greifer aufgenommen und auf eine Zwischenstation mit zwei Pl?tzen gelegt. Diese Zwischenstation transportiert die Leiterplatten weiter in die Rundschaltzelle für den ICT-Test. Nachdem alle Leiterplatten abgelegt wurden, wird das Shuttle mit dem Werkstücktr?ger zurück auf Position 1 gefahren, wo ein Vakuumgreifer den Restrand aufnimmt und in einer Abfallkiste im unteren Maschinenraum entsorgt. Der Prozess beginnt anschlie?end von vorne.

            Maximale Auslastung – minimale Stillstandszeiten

            Die gut durchdachte Konstruktion des ILR-2800 erlaubt eine nahezu unterbrechungsfreie Bearbeitung. Die Kombination aus synchronisierten Abl?ufen und nahtlos integrierten Prozessschritten – vom Fr?sen über das Auflegen der Deckel bis hin zur Entsorgung – sorgt für eine maximale Auslastung der Maschine bei h?chster Prozessstabilit?t.

            Rundschaltzelle: Qualit?tssicherung auf h?chstem Niveau

            Rundschaltzelle  ICT-Test In der Rundschaltzelle wird der ICT-Test durchgeführt, an den Leerlaufpositionen k?nnten noch weitere Prozesse integriert werden.

            Die Rundschaltzelle wurde gemeinsam mit der Schnaidt GmbH und der Dr. Eschke Elektronik GmbH entwickelt. Sie übernimmt den In-Circuit-Test (ICT) und sorgt für eine durchg?ngig gesicherte Produktqualit?t. ?Der ICT-Test ist ein zentraler Bestandteil unseres Produktionsprozesses“, erkl?rt Walfred Krienzer. Mit dem speziell entwickelten C-Adapter und pr?zise gefertigten Prüfnestern werden die Leiterplatten w?hrend des Tests sicher fixiert und auf elektrische Funktionalit?t geprüft. ?Die nahtlose Integration des Tests spart Zeit und reduziert Fehlerquellen“, so Krienzer weiter.

            Effizienz beim Palettieren: Der PAL-1500

            Nach dem Testprozess übernimmt das SCHUNK Palettiersystem PAL-1500 die geprüften Leiterplatten. Funktionen wie Tray-Zentrierung, Aushubstation und Leertraykontrolle sorgen für eine reibungslose und sichere übergabe in die n?chste Fertigungsstufe. Ein separates Ausschussteileband gew?hrleistet die sichere Handhabung fehlerhafter Teile, ohne den Produktionsfluss zu unterbrechen.

            Dank seiner modularen Bauweise ist der PAL-1500 flexibel an unterschiedliche Trayformate anpassbar und bietet maximale Prozesssicherheit – besonders wichtig für die Serienproduktion in der Automobilindustrie.

            Nahtlose Kommunikation: MES- und SMEMA-Anbindung

            Die Produktionslinie ist vollst?ndig MES-f?hig, was eine zentrale Steuerung und durchg?ngige Rückverfolgbarkeit erm?glicht. SMEMA-Schnittstellen sorgen für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen den Maschinen, w?hrend Scanner und Rüstkontrollen zus?tzlich zur Prozesssicherheit beitragen. ?Diese durchg?ngige Kommunikation ist unerl?sslich, um den Anforderungen der Automobilbranche gerecht zu werden“, betont Krienzer.

            Fazit: Zukunftssichere Produktion durch Automatisierung

            Die realisierte Produktionslinie bei SVI Austria steht exemplarisch für gelungene Partnerschaft und intelligente Automatisierung. Mit einer geplanten Jahresstückzahl von bis zu 4 Millionen Produkten setzt die Anlage neue Ma?st?be in puncto Effizienz und Qualit?t. ?Die Anlage funktioniert genau wie geplant, und der Aufwand für Bedienung und Rüstung war deutlich geringer als erwartet – das macht den gesamten Prozess noch effizienter“, fasst Krienzer zusammen. Stefan Lorenz, Vertriebsmitarbeiter bei SCHUNK Electronic Solutions, erg?nzt: ?Die Flexibilit?t des Systems erm?glicht es, weitere Prozesse wie Lasermarkieren oder Hei?verstemmen nahtlos zu integrieren – perfekt zugeschnitten auf die Anforderungen unserer Kunden.“

            Die Automotive-Branche steht zwar vor wachsenden Herausforderungen, aber auch vor gro?en Chancen. Hochgradig automatisierte Fertigungsprozesse werden zum Schlüssel, um Qualit?t, Skalierbarkeit und Wettbewerbsf?higkeit langfristig zu sichern.

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